
- Allgemeine Informationen zu Dänemark!
Quelle Bild: © visitdenmark.com (Gorm Casper)
Das Königreich Dänemark ist mit einer Fläche von 43.093 km2 etwas größer als die Niederlande,
aber deutlich das kleinste Land von
Skandinavien. Mehr als
die Hälfte des Areals nimmt die Halbinsel Jütland ein, der in der Nordsee u.a. die Inseln
Römö und
Fanö, im Limfjord
die Insel Mors (363 km2), im Kattegat die Inseln Läsö und Anholt sowie im Kleinen Belt die Insel Als vorgelagert sind.
Insgesamt hat Dänemark ca. 490 Inseln, von denen nur 108 bewohnt sind. Die größten davon sind Seeland mit der Hauptstadt
Kopenhagen, Fünen,
Lolland, Falster, Langeland, Mön und Ärö sowie
Bornholm weitab im Osten.
Aufgrund der vielen Inseln hat das Land eine Küstenlänge von 7.314 km. Der nördlichste Punkt Dänemarks ist
Skagens Odde, die Landspitze
nördlich von Skagen, der südlichste die Landspitze Gedser Odde im Süden von Falster - zwischen beiden Punkten liegt eine
Entfernung von 356 km. Im Süden Jütlands hat Dänemark seine einzige Landgrenze (zu Deutschland); sie ist nur 67,7 km lang.
Im Osten ist jenseits des Öresundes Schweden der nächste Nachbar, zu dem es seit dem Jahr 2000 eine feste kombinierte
Auto-/Bahnverbindung gibt (Kopenhagen-Malmö).
Außer dem Festland und den Inseln gehört zu Dänemark ein Meeresgebiet von ca. 104.000 km2. Das Land besteht sozusagen zu
zwei Dritteln aus Meer. Die dänischen Gewässer sind generell flach, nur im Skagerrak ist das Wasser tiefer als 100 m. Das
größte Binnengewässer ist der Arresö auf Seeland mit 40,6 km2.
Als Außenbesitzungen gehören die Färöer und Grönland zu Dänemark, die jedoch beide über eine weitreichende
Autonomie verfügen und nicht zum eigentlichen Dänemark gezählt werden. Allein Grönland, die größte Insel der Welt,
ist 50 mal größer als der Kern des Königreichs. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich die dänische Bevölkerung
verdoppelt, heute beträgt sie gut 5,2 Millionen Menschen, von denen knapp 1,8 Millionen in der Hauptstadtregion Kopenhagen leben.
Mit einer Bevölkerungsdichte von rund 120 Personen pro Quadratkilometer ist Dänemark deutlich dichter besiedelt als z.B.
Schweden, Norwegen und Finnland, aber deutlich weniger dicht als z.B. Deutschland oder die Niederlande.

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Das landschaftliche Profil erscheint weitgehend flach, und die höchste Erhebung, Yding Skovhö (Jütland; westlich von Skanderborg),
erreicht nur 173 m über dem Meeresspiegel. Andererseits haben viele Inseln und Teile Jütlands eine sanft gewellte Landschaft, die
sie deutlich z.B. vom niederländischen Flachland unterscheidet. Auch markante Steilküsten, Wanderdünen und Kreideformationen tragen
zur abwechslungsreichen Natur bei, ebenso die Vielzahl an Binnenseen, Förden, Meerengen, Inseln, Halbinseln und Buchten. Größtes
landschaftliches Kapital Dänemarks sind die riesigen Sandstrände, die zu den saubersten und besten Europas gehören - vor allem
im Westen Jütlands, im Norden Seelands und im Süden von Bornholm.
Geschichtlich ist Dänemark einer der ältesten Nationalstaaten überhaupt, seine Monarchie, die bis auf den Wikingerkönig Gorm
den Alten zurückgeht, gilt als älteste bestehende der Welt. Auch die Landesfahne (Dannebrog) ist die älteste der Welt. Nach
der Reichsgründung im 10. Jh. erlebte das Land noch in der Wikingerzeit eine enorme Expansion und stieg im frühen Mittelalter zu
den europäischen Großmächten auf. Mit Außenbesitzungen wie Norwegen, Island, Grönland, Südschweden und
Südschleswig gehörte Dänemark zu den größten Flächenstaaten des Kontinents. Die Auseinandersetzungen mit
Schweden um die Vorherrschaft in der Ostsee führten zu einer schrittweisen Beschneidung von Macht und Größe des Landes bis
hin zum Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Nach dem Verlust Norwegens (1814), dem Verkauf der Überseekolonien (zuletzt die Virgin
Islands 1917 an die USA} und der Abspaltung Islands (1944} kann das Königreich nur noch als Kleinstaat ohne wichtige außenpolitische
Rolle bezeichnet werden.
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Die kulturelle Landschaft ist überraschend reich und vielfältig. Nirgendwo gibt es eine größere Anzahl an Grabmonumenten
aus der Stein- und Bronzezeit, die Relikte der Wikingerzeit sind einzigartig, die Schlösser und Prachtbauten vor allem aus der Renaissance
zählen zu den besterhaltenen in Europa. Auf den Gebieten Literatur, Malerei, Architektur, Produktdesign und Film besitzt das Land ein
internationales Gewicht, das in Relation zur Bevölkerung überdurchschnittlich groß ist.
Wirtschaftlich hat sich Dänemark seit dem Zweiten Weltkrieg sehr stark verändert. Während früher der Agrarexport eine dominierende
Rolle spielte, ist er heutzutage auf 15% des gesamten Exportwertes gesunken, den Rest macht der Anteil an Industrieexporten aus. Etwas mehr als
ein Drittel davon besteht aus Maschinen und Geräten, chemische Produkte sind mit rund 11% vertreten und industriell verarbeitete
Agrarprodukte inkl. Fleischkonserven mit rund 10%.
Quelle: Dänemark Reise-Handbuch (Iwanowskis Reisebuchverlag)